med-reports

med-reports sind fokussierte, klinisch relevante Zusammenfassungen von medizinischen Publikationen und Studien in Zusammenarbeit mit lokalen Fachexperten. Der med-report wird als medizinisch, wissenschaftlicher Fachbericht in der jeweiligen Landessprache erstellt.
 
 
 
 
 

 

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Ann-Kristin Hörsting/Dr. med. Dagmar Schmid

18. März 2021

«ADHS im Erwachsenenalter» und «Insomnie – Diagnose und Management»

Webinar vom 28. Januar 2021

Ann-Kristin Hörsting

Ann-Kristin Hörsting
Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie
Praxis Psychcentral, Zürich
Chefärztin Zentrum für Psychiatrie Reichenau

ADHS – von der Diagnostik bis zur Therapie während der COVID-19-Pandemie

Keywords: ADHS, COVID-19, Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung, Symptomwandel, Diagnose ICD-10/DSM-5, Methylphenidat, Atomoxetin, Medikinet® MR

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Take Home Messages
  • Die Pandemiesituation zeigt bei ADHS-PatientInnen überdurchschnittlich oft einen negativen Einfluss auf ihren mentalen Zustand und die Erkrankungssymptome.
  • Insbesondere nehmen die klomorbiden affektive Störungen und die Gefahr für einen erhöhten Substanzkonsum zu.
  • Die Symptome ADHS kommen altersabhängig unterschiedlich stark zum Vorschein: Hyperaktivität und Impulsivität bei Kindern und Jugendlichen, Unaufmerksamkeit bei Erwachsenen.
  • Die Dosierung von Medikinet® MR kann individuell und der Krankheitsituation entsprechend titriert werden.
  • Die Dosierung der Medikation muss ggf. während der Pandemiezeit angepasst werden.
  • Verhinderung der sozialen Isolation und regelmässige Bewegung unterstützen die medikamentöse Therapie.
Dr. med. Dagmar Schmid

Dr. med. Dagmar Schmid
Klinikleiterin Psychosomatik
und Konsiliarpsychiatrie
KSSG, St. Gallen

Insomnie – Diagnose und Management in Zeiten der Isolation

Keywords: Insomnie, Schlafstörungen, Stress, ICD 10, ICSD 3, Chronobiologie, HPA-Achse, COVID-19, Melatonin

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Take Home Messages
  • Insomnie ist nicht nur subjektives Empfinden, sondern eine manifeste Erkrankung, welche auf definierten diagnostischen Parametern beruht.
  • Mit Hilfe der Anamnese können primäre und sekundäre Insomnien unterschieden werden.
  • Die Pandemie-Situation resultiert in einer Zunahme der Schlafstörungen in der Schweizer Bevölkerung.
  • Eine chronische Insomnie kann das Immunsystem schwächen und damit ein Infektionsrisiko erhöhen.
  • Eine gute Tagesstruktur, körperliche Aktivität, soziale Kontakte und genügend Tageslicht sind in Zeiten der Isolation wichtig.
  • Die Zeitgeber Licht und Dunkelheit beeinflussen die endogene Melatoninausschüttung und steuern den Schlaf-Wach-Rhythmus massgeblich.
  • Neben verschiedenen nichtmedikamentösen Möglichkeiten kann auch eine Medikation die individuelle Schlaf-Architektur positiv beeinflussen und die Schlafqualität verbessern.
  • Melatonin Retardtabletten (Circadin) können Patienten ab 55 Jahren dabei unterstützen die Einschlafzeit zu verkürzen und das Durchschlafen wie auch die Schlafqualität zu verbessern.1

CH-C-2021-02-2-D

Das Webinar wurde unterstützt durch Salmon Pharma und Neurim Pharmaceuticals

Literatur

1 Circadin Arzneimittelinformation unter www.swissmedicinfo.ch.

Fachinformationen
Medikinet® MR. W: Methylphenidati hydrochloridum. I/A: ADHS. Zur Behandlung einer seit dem Kindesalter fortbestehenden ADHS im Rahmen einer therapeutischen Gesamtstrategie. D/A: Kinder ab 6 Jahren und Jugendliche: oral 1 x/d mit oder nach dem Frühstück. Individuelle Dosierung, Dosistitration in wöchentlichen Schritten von 5 bis 10 mg, maximale Tagesdosis 60 mg. Dosierung bei Erwachsenen: morgens und mittags mit oder nach einer Mahlzeit. Gleiche Tagesdosierung, wenn schon im Kindes- bzw. Jugendalter Behandlung. Neueinstellung: individuelle Dosierung, sorgfältige Dosistitration in wöchentlichen Schritten von 10 mg, mit niedrigst möglicher Dosis beginnen. Tagesdosis verteilt auf zwei Einnahmen morgens und mittags, Tageshöchstdosis 80 mg. K: Ausgeprägte Angst- und Spannungszustände sowie ausgeprägte Agitiertheit, schwere Depression, Anorexia-nervosa, psychotische Symptome, Suizidneigung, Manie, Schizophrenie, Borderline-Persönlichkeitsstörung, Alkohol- und Drogenabusus, familiäre Belastung oder Diagnose von Tourette-Syndrom, Glaukom, vergrösserte Prostata mit Restharnbildung, Phäochromozytom, Hyperthyreose, Herzrhythmusstörungen, vorbestehende Herz-Kreislauferkrankungen, arterielle Verschlusskrankheit, vorbestehende zerebrovaskuläre Erkrankungen, MAO-Hemmer, bekannte Überempfindlichkeit gegenüber lnhaltsstoffen, ausgeprägte Anazidität, H2-Rezeptorenblocker- oder Antazidatherapie. I: zentral wirkende alpha-2-Agonisten, vasopressorische Substanzen, serotonerge Arzneimittel, halogenierte Anästhetika, Antikoagulentien, Antikonvulsiva, Antidepressiva, SSRI, Alkohol. UW: Nasopharyngitis, Anorexie, verminderter Appetit, mässig verringerte Gewichts- und Grössenzunahme, Schlaflosigkeit, Nervosität, Affektlabilität, Aggression, Unruhe, Angst, Depression, Reizbarkeit, anormales Verhalten, Rastlosigkeit, Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Schwindel, Dyskinesie, psychomotorische Hyperaktivität, Somnolenz, Tremor, Arrhythmie, Tachykardie, Palpitationen, Hypertonie, Husten, Rachen- und Kehlkopfschmerzen, Bauchschmerzen, Durchfall, Übelkeit, Magenbeschwerden und Erbrechen, Mundtrockenheit, Dyspepsie, Zahnschmerzen, Alopezie, Pruritus, Hautausschlag, Urtikaria, Arthralgie, Pyrexie, Unruhegefühl, Hyperhidrosis, Wachstumsverzögerung, Veränderung von Blutdruck und Herzfrequenz, Gewichtsabnahme, Suizid, Suizidversuch, Suizidgedanken, stereotype Verhaltensweisen, taktile Halluzinationen, Logorrhoe, choreatische Bewegungsstörungen, Tics, reversible Nervenausfälle, Migräne, malignes neuroleptisches Syndrom, Akkommodationsstörungen, plötzlicher Herztod, Herzinfarkt, zerebrovaskuläre Störungen bzw. Hämorrhagie, Vaskulitis, Raynaud-Syndrom, peripheres Kältegefühl, Leberfunktionsstörungen, exfoliative Dermatitis, Steven-Johnson-Syndrom, Erythema multiforme, Arzneimittelexanthem, Hämaturie, Gynäkomastie, Priapismus, Hypersensibilitätsreaktionen, Leukopenie, Thrombozytopenie, Anämie, Schlaflosigkeit, Schläfrigkeit, Konvulsionen, Choreoathetose, toxische Psychosen, zerebrale Arteriitis und/oder Okklusion, verschwommenes Sehen, Angina pectoris, Rash, Fieber, Haarausfall, thrombozytopenische Purpura, Muskelkrämpfe. Liste: A+, kassenzulässig. Z: Salmon Pharma GmbH, Basel. Ausführliche Informationen unter www.swissmedicinfo.ch (9. 2019). 092021DE, Februar 2021

Circadin® Z: Retardtabletten à 2 mg Melatonin. I: Monotherapie für die kurzzeitige Behandlung der primären, durch schlechte Schlafqualität gekennzeichneten Insomnie bei Patienten ab 55 Jahren. D: 1 Tablette à 2 mg einmal täglich 1–2 Stunden vor dem Zubettgehen. Die Dosierung kann bis zu 3 Wochen aufrechterhalten werden. Eine Verlängerung der Behandlung bis zu 13 Wochen (3 Monate) kann in Einzelfällen, nach erneuter Abschätzung durch den Arzt, erfolgen. KI: Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile. VM: Abbrechen der Therapie bei Auftreten von Nervosität, verstärkter Schlaflosigkeit, Agitiertheit, Reizbarkeit, Aggressivität und Alpträumen. Circadin kann Schläfrigkeit hervorrufen. Keine oder vorsichtige Anwendung von Circadin bei Patienten mit Autoimmunerkrankungen, Schlafapnoe-Syndrom und der seltenen hereditären Galaktose-Intoleranz, Laktasemangel oder Glukose-Galaktose-Malabsorption, Niereninsuffizienz und Leberfunktionsstörung. UW: Häufig: Kopfschmerzen, Nasopharyngitis, Rückenschmerzen und Arthralgie traten sowohl in der Circadin- als auch in der Plazebogruppe auf. IA: Medikamente mit CYP1A-Enzym-Metabolismus, Fluvoxamin, 5- oder 8-Methoxypsoralen, Cimetidin, Zigarettenrauchen, Östrogene, CYP1A2-Inhibitoren wie Chinolone, CYP1A2-Induktoren wie Carbamazepin und Rifampicin, Alkohol, Benzodiazepine und Nicht-Benzodiazepine. Stand der Information: Juni 2020. Abgabekategorie B. Ausführliche Informationen entnehmen Sie bitte der Arzneimittelinformation www.swissmedicinfo.ch. Neurim Pharmaceuticals AG, Turmstrasse 18, 6312 Steinhausen. CH-C-2017-08-04-D.